Varga, Susan
Ich warte nicht, bis sie mich holen
ISBN 3-934658-97-0
EUR 9,90
Odysse einer jüdischen Familie
Diese Odysse einer jüdischen Familie umspannt das 20. Jahrhundert und einige seiner entscheidenden Umbruchssituationen: Krieg, Holocaust, Auswanderung.
Susan Varga, 1943 in Budapest geboren, erzählt die Lebensgeschichte ihrer Mutter Heddy und Großmutter Kató und somit auch ihre eigene. Als Kleinkind entkam sie knapp dem Holocaust, da Heddy sich mit ihren beiden kleinen Mädchen unter dramatischen Bedingungen auf dem Lande verstecken konnte. Erst nach dem Krieg sollte sich die Befürchtung bewahrheiten, daß der Vater im Arbeitslager gestorben war. Doch weder der alltägliche Schmerz noch Zerstörung durch die von Eichmann minutiös ausgeführten Vernichtungspläne konnten Heddys Entschluß ins Wanken bringen: "Ich warte nicht, bis sie mich holen". Mit Tatkraft und dem Glauben, daß sie es schaffen kann, meistert sie einProblem nach dem anderen. Mit der Befreiung Budapests durch die Soldaten aus dem Osten ist der Kampf jedoch noch nicht beendet. Im neuen kommunistischen System zeigen sich bald wieder antisemtische Strömungen, und weil Heddy nie wieder Verfolgung erleben will, entschließt sie sich zur Emigration. Doch das neue Leben in Australien ist ebenfalls von der Vergangenheit überschattet. Zwar gelingt der mühsame Aufbau einer Existenz, doch der innere kampf um Identität dauert an. Susann Varga macht die Erfahrung, daß die Einheit der Person nur gefunden werden kann, wenn die eigene Geschichte, auch die Beziehung zur Mutter, ein Teil der Persönlichkeit geworden ist.
Susann Varga, geboren 1943, studierte englische Literatur und Rechtwissenschaften, arbeitete als Lehrerin, Journalistin und Juristin sowie in den Bereichen Film und Video und in der Kunstadministration. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Australien.
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