Cover: Judentum und Antijudaismus

Judentum und Antijudaismus in der deutschen Literatur im Mittelalter und an der Wende zur Neuzeit

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Vorwort: Paul Spiegel

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Erschienen: 2002

Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-934658-33-2

Art.-Nr.: 978-3-934658-33-2 Kategorien: , Schlüsselworte: , Produkt-ID:2172

Produktbeschreibung

Dieses Studienbuch bündelt erstmals weit verstreute mittelalterliche Einzelforschungen zum Antijudaismus. Die einzelnen Essays bieten einen tiefen Einblick in die literarische Tradition des Antijudaismus vom Hohen Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Kommentierte Textauszüge aus den mittelhochdeutschen Quellen werden verbunden mit kritischen Einführungen zu Autoren, Gattungen und der Überlieferung. Das macht dieses Werk zu einem wissenschaftlich fundierten, jedoch gut lesbaren Quellenband.

Geleitwort von Paul Spiegel

Kurz nach meiner Rede auf der zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin zum 51. Jahrestag der Reichspogromnacht im November 1999 stellten mir Münsteraner Studenten der Germanistik ihr Projekt vor, ein Studienbuch mit Beiträgen zur Geschichte des Judenhasses in der deutschen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit zu verfassen. Ihre Idee, Forschungsarbeiten und kommentierte Quellenauszüge in Essays zu bündeln und die Ergebnisse in allgemeinverständlicher Form einem möglichst breiten Leserkreis zu vermitteln ;mdash; sei es als Grundlage für die Bildungsarbeit in Schulen, sei es als ein Beitrag zu Forschung und Lehre an Universitäten — gefiel mir und fand ich der Unterstützung wert.

Inzwischen wurde aus dem Projekt ein ansehnliches Studienbuch, aus den Studenten wurden Autoren und Herausgeber. Die kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte ist eine besondere Art des Erinnerns. Der moderne Antisemitismus hat seine Wurzeln im mittelalterlichen Antijudaismus. In diesem Buch werden seine historischen, gesellschaftlichen und literarischen Dimensionen dargestellt.

Ich bin davon überzeugt, dass viele Menschen in diesem Land den Antisemitismus ablehnen, aber nur wenige um seine Geschichte wissen. Um aufzuklären und zu informieren, bedarf es Initiativen. Das vorliegende Buch ist das Ergebnis einer solchen Initiative, und zwar einer mehrjährigen Forschungsarbeit von jungen Menschen. Die Tatsache, dass sie sich aus eigenem Antrieb mit diesem Thema beschäftigen, finde ich bemerkenswert und stimmt mich hoffnungsfroh.

Düsseldorf, April 2002

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